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Vorteile der
gaslosen Lift-Laparoskopie
Vorteile
für die Patientin: Durch den Verzicht auf das Aufpumpen mit
Kohlendioxid resultieren deutlich weniger Schmerzen nach der Operation.
Im wesentlichen werden die nach endoskopischen Operationen beobachteten
störenden Schulterschmerzen verhindert oder stark eingeschränkt. Die
Patientin braucht im Vergleich zur Bauchspiegelung mit Gas weniger
schmerzstillende Medikamente. Die Erholungsphase und die Rückkehr zur
normalen Aktivität ist gegenüber der Gas-Bauchspiegelung noch weiter
verkürzt und dauert zum Beispiel nach einer Gebärmuterentfernung nur
noch ca. zwei Wochen. Die Operation ist sicherer und präziser, da
vollständig auf die langen und ungewohnten Instrumente verzichtet
werden kann. Das Infektionsrisiko aufgrund schlecht gereinigter
endoskopischer Instrumente und verschiedener Schlauch- und Pumpsysteme
ist ausgeschaltet. Ernste Komplikationen des “blinden” Einstich
unterbleiben, da bei der gaslosen Bauchspiegelung unter Sicht in den
Bauchraum eingegangen wird. Komplikationen aufgrund von Klammer- und
Nahtsystemen oder durch elektrische Verschorfung, z.B. Verletzungen von
Harnleiter bei der endoskopischen Gebärmutterentfernung werden
vermieden. Noch nicht absehbare Spätkomplikationen aufgrund von im
Körper verbleibenden Titanklammern, die noch noch untersucht werden
müssen, unterbleiben.
Auch alle aufgeführten Nebenwirkungen,
Risiken und Komplikationen, die durch das Kohlensäuregas entstehen,
werden ausgeschaltet, so dass neben jungen und gesunden Patientinnen
auch ältere oder Risikopatienten mit der gaslosen Methode operiert
werden können. Diese Technik erlaubt auch die Durchführung
endoskopischer Operationen unter regionaler Betäubung, was bisher wegen
dem massiven Druck des Gases im Bauchraum und der damit verursachten
Schmerzen und Organkompression (Zwerchfell, Lunge) nicht möglich war.
Auch die Operationen an Schwangeren sind möglich, da der Druck des
Gases auf die wachsende Gebärmutter (Fehlgeburt, Mangeldurchblutung des
Mutterkuchens und des Babys) und die Ansäuerung des Blutes beim
werdenden Kind (Organschäden) durch die gaslose Methode verhindert
werden und zudem auch ohne Vollnarkose operiert werden kann.
Domenico
D’Ugo, Anästhesist aus Rom sagte 1997 auf dem Internationalen Symposium
für Gaslose Laparoskopie in der Gynäkologie in Bochum: “Die Benutzung
von Kohlendioxid ist fast der einzige Grund zum Ausschluß von
Hochrisiko-Patienten, die in Wahrheit die einzigen wären, die wirklich
von der minimal invasiven Prozedur profitieren würden…”
Vorteile für den Operateur:
Gefährliche und für die endoskopische Chirurgie typische Komplikationen
während des “blinden” Einstichs mit der Nadel zur Gaseinblasung oder
mit dem ersten Trokar unterbleiben. Der Chirurg kann neben speziellen
auch herkömmliche Instrumente aus der Chirurgie einsetzen. So können
chirurgische Nähte mit der langerprobten Technik mit Nadel und Faden
erfolgen, anstatt mit Klammer- und Nahtapparaten oder mittels
Verschorfung mit Strom, die teuer sind oder Komplikationen bewirken
können und deren Nutzen und Benefit noch nicht geklärt ist. Auch lassen
sich altbewährte, über Jahrzehnte erprobte Operationstechniken
anwenden, womit eine größere Präzision und Sicherheit der Operation
erreicht und die Operationszeit verkürzt wird. Im Gegensatz zu den
langen endoskopischen bleibt bei konventionellen Instrumenten das
taktile Gefühl der Hand erhalten, das heisst der Arzt kann fühlen, was
er schneidet und anfaßt oder komprimiert. Zusammen mit der
Lupenvergrößerung des Endoskops verläuft die Operation präziser und
sicherer. Auch die Lernphase dieser Technik für den Arzt ist deutlich
kürzer, da er nur das Arbeiten auf dem Monitor lernen muß, die Technik
der Operation bleibt dieselbe wie beim Bauchschnitt und damit leichter.
Vorteile für
das Gesundheitswesen:
minimal-invasive Operationen mittels Bauchspiegelung mit Kohlendioxid
sind etwa sieben mal teurer als der Bauchschnitt. Minimal-invasive
Operationen mit Hilfe der gaslosen Bauchspiegelung sind
kosteneffektiver, was durch den Verzicht auf Systeme, die die
Bauchspiegelung mit Gas teuer machen, erreicht wird. Instrumente können
gereinigt werden wie bisher, es sind keine speziellen Spülmaschinen
erforderlich. Die Haltbarkeit von konventionellen Instrumenten ist
deutlich länger, sie gehen nicht so schnell kaputt wie die Instrumente
für die Gas-Methode und müssen deshalb auch nicht so häufig repariert
oder ersetzt werden. Auch ist es nicht nötig, immer neue Instrumente
und Errungenschaften der Industrie einzusetzen, damit die Sicherheit
und die Handhabung einer Bauchspiegelung unter Gas erhöht und
verbessert wird. Bei der gaslosen Methode werden keine Einmalartikel,
wie Titanklammerapparate und keine speziellen Fäden, die enorm teuer
sind, eingesetzt. Die Operation ist, durch die Kombination der
minimal-invasiven Technik (kurze Krankenhasuverweilzeit und
Erholungsphase) und die Kosteneffektivität der gaslosen Technik
insgesamt deutlich günstiger als die Bauchspiegelung mit Gas.
Die
Technik ist einfach und leichter zu erlernen, so daß mehr Chirurgen,
die die endoskopische Operation wegen ihrer Schwierigkeit bisher nicht
durchgeführt haben, diese Technik einsetzen können. Damit werden mehr
Patienten von der minimal-invasiven Operationsmethode profitieren.
Besonders in den ärmeren Ländern unserer Welt, wo mangels
entsprechender Ausstattung und hoher Kosten von Geräten und
Instrumenten, endoskopische Operationstechnik kaum verbreitet und
eingeführt wurde, können Patienten durch die bauchspiegelung mittels
der Lift-Technik problemlos operiert werden.
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gaslosebauchspiegelung.de |
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